Industriekultur »Linden, Leine und Limmer«

industriekultur_linden_leine_Limmer_2013Zu Fuß, mit dem Fahrrad oder per Bahn entlang der Leine
Region Hannover
Routenbeschreibung, 2013; Texte: Knut Diers

 

 

 

 

 

 

Zu Fuß, mit dem Rad oder per Bahn entlang der Leine

Im Jahre 1925 ließ ein Redakteur der sozialdemokratischen Tageszeitung „Der Volkswille“ seinen Blick vom Turm des hannoverschen Neuen Rathauses über die Stadt und ihre Umgebung schweifen: „Wir blicken in die Ferne und sehen bei klarem Wetter den Deister, das Steinhuder Meer, weit hinaus in die Ebene. Wenn wir uns daran satt gesehen haben, richten sich die Augen auf den Wald der Schornsteine, der die Stadt westlich und nördlich im Halbkreis dicht umsäumt. Da sind Ricklingen, Linden, Limmer, deren Hauptgebäude die Fabriken sind, über den Orten liegt drückend die Atmosphäre der Industrie: Qualm, Rauch, Ruß. Wenig Grün erfreut das Auge“.

 

Steigt man heute in Linden an der Stadtbahnstation „Glocksee“ der Linie 10 aus und bewegt sich in Richtung Königsworther Straße zur Brücke über die Leine, ergibt sich eine völlig anderes Bild: viel Grün ist in Sicht und das wird auf dieser Route durch Linden und Limmer entlang der Leine bis in den Stadtteil Ahlem so bleiben. Von der schönsten Brücke Hannovers geht es zu Fuß oder mit dem Fahrrad vorbei am Betriebshof Glocksee, den „drei warmen Brüdern“, einer ehemaligen Bettenfedernfabrik, Leibniz Wasserkunst zur Conti in Limmer und Sprudella-Obstmost in Ahlem. Der Weg hat auch „schwere“ Erinnerungselemente wie die KZ-Außenlager Limmer und Ahlem oder die frühere jüdische Gartenbauschule mit dem Mädchenhaus. Wer will, kann alle Stationen dieser Tour auch bequem mit der Stadtbahnlinie 10 der üstra AG abfahren.